Jüdische Friedhöfe in Hanau

Jüdischer Friedhof in Hanau-Kesselstadt (Bestattungen möglich)

Am 20. September 2022 wurde in Hanau der neue Jüdische Friedhof in Hanau-Kesselstadt eingeweiht. Es war die erste Einweihung eines Jüdischen Friedhofs in Hanau seit dem 17. Jahrhundert. Bevor der Jüdische Friedhof in Hanau-Steinheim seine Kapazitätsgrenze erreichte, wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau das 1.300qm große Areal auf dem Friedhof in Kesselstadt erschlossen. Eigentümer ist der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen. Die Friedhofspflege erfolgt durch den Eigenbtrieb Hanau Grünflächen der Stadt Hanau.

   

 

Jüdischer Friedhof in Hanau-Steinheim (Bestattungen möglich)

Der neue Jüdische Friedhof Steinheim war der Friedhof für die Einwohner jüdischen Glaubens in Groß-Steinheim, heute Stadt Hanau. Er bestand als Nachfolger des Alten Jüdischen Friedhofs Steinheim seit dem Jahr 1892 und wurde zunächst bis 1937 genutzt. Der Friedhof wurde nach der Neugründung der Jüdischen Gemeinde Hanau im Jahre 2005 reaktiviert. Der Jüdische Friedhof befindet sich in der Odenwaldstraße und dient als Begräbnisstätte für Menschen jüdischen Glaubens in Hanau. Die rituelle Bestattungsaufsicht obliegt der Jüdischen Gemeinde Hanau, Eigentümer des Friedhofs ist der Landesverband der Jüdischen Gemeinde in Hessen. Die Friedhofspflege erfolgt durch den Eigenbtrieb Hanau Grünflächen der Stadt Hanau.

Bildquelle: Von Lumpeseggl - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org/w/index.php

  

 

Historischer Jüdischer Friedhof Hanau (keine Bestattungen möglich)

Im Dezember 1603 erließ Graf Philipp Ludwig II. im Rahmen seiner Wirtschaftsförderungspolitik für die Grafschaft Hanau-Münzenberg ein Privileg zur Ansiedlung einer Jüdischen Gemeinde in Hanau. Zwischen der Alt- und der Neustadt entstand im Bereich des Zwingers der Altstadtbefestigung die Judengasse (heute: Nordstraße). Die Gemeinde war direkt der gräflichen Verwaltung unterstellt, nicht einer der beiden Stadtverwaltungen von Alt- oder Neustadt Hanau. Diese Gemeinde gründete den heute noch erhaltenen Friedhof. Ein erster schriftlicher Beleg von seiner Existenz stammt aus dem Jahr 1616, der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1637. 1758 kam es zu erheblichen Zerstörungen durch französische Soldaten, die im Zuge des Siebenjährigen Krieges aus Grabsteinen Schanzen errichteten.

Die letzte Bestattung fand im Sommer 1938 statt. Im Novemberpogrom 1938 wurde die am Mühltorweg gelegene Leichenhalle durch Brandstiftung zerstört. Sonst aber überstand der Friedhof die Zeit des Nationalsozialismus weitgehend unbeschadet.

1712 und 1856 wurde der Friedhof erweitert, 1856 auch mit einer massiven Mauer umfriedet. Das Areal ist nahezu rechteckig und liegt heute mitten im bebauten Stadtgebiet. Durch seinen alten Baumbestand bildet er eine grüne Insel im nordöstlichen Teil der Innenstadt. Seit 1940 befindet sich der Friedhof im Besitz der Stadt. Er ist allgemein nicht zugänglich, kann aber im Rahmen gelegentlicher Führungen besichtigt werden.

(Quelle: wikipedia.org)

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4. Kislev 5783 - 28. November 2022